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title: "CR2-, CR3-, NEF- und ARW-Dateien online öffnen"
description: "Welche Endung zu welcher Kamera gehört, ob der Editor deine Datei annimmt und was danach im Browserprofil an Speicher hängt – oft mehr, als ein Shooting verträgt."
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# CR2-, CR3-, NEF- und ARW-Dateien online öffnen

Die Datei liegt auf der Karte, und der Name endet auf .CR3, .NEF oder .ARW. Bis daraus ein Bild im Browser wird, sind drei Dinge zu klären: welche Endung zu welcher Kamera gehört, ob der Editor diese eine Datei überhaupt annimmt, und was danach an Speicherplatz in deinem Browserprofil hängt.

Ein Punkt wird dabei meist übersprungen. **CR2-, CR3-, NEF- und ARW-Dateien online öffnen** lässt sich nur ehrlich erklären, wenn man dazusagt, dass der RAW-Foto-Editor keine Kameraliste veröffentlicht. Ob deine Aufnahme ankommt, entscheidet ein Test mit einer einzigen Datei und nicht die Endung.

## Welche Endung zu welcher Kamera gehört

.cr2 und .cr3 sind Canon-RAW-Formate, .nef und .nrw kommen von Nikon, .arw und .srf von Sony. Diese Zuordnung sagt, wer das Format definiert hat, und nichts darüber, wer es lesen kann. Breit dokumentiert ist im Wesentlichen DNG; die herstellereigenen Container sind in freien Werkzeugen nachgebaut, und daraus folgt, dass ihre Unterstützung von Werkzeug zu Werkzeug unterschiedlich ausfällt.

Wichtig ist außerdem der Unterschied innerhalb einer Marke. .cr2 und .cr3 sind zwei Generationen desselben Herstellers mit unterschiedlichem Aufbau. Eine Bibliothek, die das eine öffnet, muss das andere nicht können. Eine Endung ist deshalb kein Versprechen, sondern erst einmal ein Hinweis auf den Hersteller.

## Der Test mit einer Datei

Nimm eine Aufnahme aus dem Shooting, die typisch ist. Kein Testbild mit glatter Wand, sondern die Mischung aus Hautton, Himmel und Schatten, die du am Ende liefern willst. Kopiere sie auf die Festplatte und öffne den [RAW-Foto-Editor](/de/tools/raw-foto-editor/) im Browser.

Nach dem Import prüfst du drei Dinge. Erscheint ein Vorschaubild mit erkennbarem Motiv? Stehen EXIF-Daten wie Kamera, Blende und Belichtungszeit in der Bibliothek? Zeigt das RGB-Histogramm eine Verteilung, die zum Motiv passt? Wenn alle drei Punkte stimmen, ist die Datei tatsächlich gelesen worden und nicht nur als Platzhalter angezeigt.

Schlägt der Test fehl, hilft kein zweiter Versuch mit derselben Datei. Nimm ein anderes Bild aus derselben Kamera, prüfe eine andere Endung und behalte im Kopf, dass auch eine sehr große Datei scheitern kann. Erst wenn ein zweites Bild derselben Kamera ebenfalls nicht ankommt, hast du einen belastbaren Befund.

## Bibliothek, Speicher und die Grenzen

Was du importierst, landet in einer Bibliothek, die an dieses Browserprofil und genau diese Adresse gebunden ist. Ein anderer Browser, ein privates Fenster oder ein gelöschter Website-Speicher bedeuten eine leere Bibliothek. Es arbeitet außerdem nur ein Tab gleichzeitig an derselben Bibliothek.

Für die Sicherung gibt es eine Funktion, die die Bibliothek als ZIP-Datei schreibt. Beim Zurückspielen wird jede Datei einzeln geprüft. Eine Grenze ist dokumentiert: Sicherungen über 4 GB werden nicht unterstützt.

Der Speicher ist kein Archiv. Der Browser darf ihn unter Platzdruck freigeben, und du selbst kannst ihn über die Website-Daten löschen. Behandle die Bibliothek deshalb als Arbeitskopie und die Karte in der Kamera als Original.

## Warum ein Shooting die Sicherung sprengt

Ein 24-Megapixel-Bild mit 14 Bit belegt rund 42 MB. Zwanzig Aufnahmen sind 840 MB, zweihundert sind 8,4 GB. Diese 8,4 GB liegen bereits über dem Doppelten der 4-GB-Grenze, also brauchst du für ein solches Shooting mehrere Sicherungsdateien oder du teilst es bewusst auf.

Wer klein anfängt, merkt davon nichts. Wer nach einem Wochenende zweihundert Bilder importiert, sollte vorher wissen, wie er sie wieder herausbekommt. Die Aufteilung nach Motiv oder Tag ist dabei praktischer als eine große Datei, weil du einzelne Teile später gezielt zurückspielen kannst.

## Vom Import in die Entwicklung

Wenn die Datei ankommt, beginnt die eigentliche Arbeit. Ein RAW ist zunächst flach und kontrastarm, weil die Kamera ihre Tonkurve noch nicht angewendet hat. Der naheliegende erste Schritt ist die Helligkeit, und dieser Schritt gehört auf das Histogramm und nicht auf dein Bauchgefühl. Wie das im Detail geht, steht in [Belichtung in RAW-Fotos korrigieren](/de/ratgeber/belichtung-in-raw-fotos-korrigieren/).

Ob der Umweg über RAW für dein Projekt sinnvoll ist, klärt [RAW vs. JPEG](/de/ratgeber/raw-vs-jpeg-welches-format-sollten-sie-bearbeiten/). Dort geht es um das, was die Datei bewahrt, und nicht um den Import. Beides zusammen ergibt erst die Entscheidung: erst prüfen, ob die Datei lesbar ist, dann entscheiden, ob sich die Arbeit lohnt.
