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title: "PSD-Dateien online öffnen und bearbeiten, ohne Ebenen zu reduzieren"
description: "Öffne und bearbeite PSD-Dateien online, erhalte Ebenen wo möglich und prüfe Masken, Einstellungsebenen, Smart Objects und Filter vor dem Export."
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# PSD-Dateien online öffnen und bearbeiten, ohne Ebenen zu reduzieren

Eine PSD ist mehr als ein fertiges Bild. Ihr eigentlicher Wert liegt oft in den Ebenen, Masken, Textobjekten und Korrekturen, die spätere Änderungen ermöglichen.

Wenn du eine **PSD online bearbeiten** willst, reicht deshalb ein korrekter visueller Import nicht aus. Du musst wissen, welche Struktur tatsächlich erhalten geblieben ist.

[PhotoCraft](/de/tools/foto-editor/) ist dafür am nützlichsten, wenn du zuerst prüfst und erst danach bearbeitest.

## Ebenenstapel direkt nach dem Öffnen kontrollieren

Schau dir Gruppen, Pixel-Ebenen, Texte, Masken, Einstellungsebenen, Mischmodi, Smart Objects und Filter an.

Eine Datei kann exakt wie das Original aussehen und trotzdem intern vereinfacht worden sein. Ein Smart Object kann beispielsweise als perfekt gerenderte Pixelebene ankommen. Für einen Endexport reicht das eventuell; für spätere Austauschbarkeit nicht.

## Visuelle Treue und strukturelle Treue trennen

Visuelle Treue beantwortet die Frage: „Sieht es gleich aus?“ Strukturelle Treue fragt: „Kann ich es auf ähnliche Weise weiterbearbeiten?“

Wenn du eine weiter editierbare PSD abliefern musst, solltest du die entscheidenden Elemente direkt testen statt nur die Gesamtansicht zu beurteilen.

## Nicht-destruktiv weiterarbeiten, wenn die Struktur es erlaubt

Sind Masken und Einstellungsebenen vorhanden, nutze sie. Eine Helligkeitskorrektur mit Maske ist leichter reversibel als eine direkte Änderung an der Bildebene.

Dasselbe gilt für Text. Ist er noch als Text vorhanden, ändere den Text. Wurde er rasterisiert, baue den Bereich sauber neu statt einfach über alte Pixel zu malen.

## Smart Objects früh testen

Smart Objects sind oft der wichtigste Teil von Mockups und Platzhalter-Workflows. Versuche früh, den Inhalt auszutauschen und Transformationen zu ändern.

Wenn das nicht mehr möglich ist, musst du sofort entscheiden, ob die sichtbare Darstellung genügt oder ob die Originaldatei in einer anderen Umgebung bearbeitet werden muss.

## Filter und Mischmodi bei 100 Prozent prüfen

Weiche Schatten, Blur und andere Effekte sehen in der verkleinerten Ansicht schnell „richtig“ aus. Bei 100 Prozent können Kanten oder Übergänge anders wirken.

Auch Mischmodi sollten kritisch betrachtet werden, weil kleine Unterschiede Farbe und Kontrast eines gesamten Composings verändern können.

## Original behalten, Arbeitskopie anlegen

Die einzige PSD sollte nie deine Testdatei sein. Bewahre das Original auf und arbeite auf einer Kopie.

Damit hast du einen sauberen Rückweg, wenn Schriften ersetzt wurden, Smart Objects vereinfacht ankamen oder der Export die Struktur nicht wie erwartet erhält.

## Ausgabeformat vom nächsten Schritt ableiten

Wenn jemand mit Ebenen weiterarbeiten muss, speichere in einem möglichst editierbaren Format und öffne das Ergebnis erneut. Für Web oder Layout kann dagegen PNG, JPEG oder PDF sinnvoller sein.

Wenn das Bild ursprünglich aus einer Kamera-RAW stammt, sollten Belichtung und Weißabgleich vorher entwickelt werden. Der Ratgeber [RAW-Editor vs. Fotoeditor](/de/ratgeber/raw-editor-vs-fotoeditor/) erklärt die Trennung. Für die gesamte Tool-Kette siehe [kreativer Workflow im Browser](/de/ratgeber/kreativer-workflow-im-browser/).

Ein Online-PSD-Editor ist dann wirklich hilfreich, wenn du nicht nur siehst, was er darstellen kann, sondern auch verstehst, was er strukturell erhalten hat.
