Wie berechnet man die Arbeitsstunden einer Woche?
Addiere tägliche Arbeitszeiten korrekt zu einer Wochensumme und berücksichtige Pausen und Teilstunden.
Eine Woche ist keine Zahl, sondern sieben Zeilen. Wer die Arbeitsstunden einer Woche berechnen will, addiert deshalb nicht Stunden und Minuten getrennt, sondern sammelt Minuten und rechnet am Ende einmal um. Der Unterschied zeigt sich erst, wenn eine Woche krumme Tage enthält.
Der Arbeitszeitrechner hat sieben Zeilen von Montag bis Sonntag. Jede Zeile lässt sich einzeln einschalten und nimmt Beginn, Ende und unbezahlte Pause in Minuten. Nur eingeschaltete Zeilen zählen.
Aus sieben Zeilen wird eine Summe
Jede aktive Zeile ergibt eine Minutenzahl: Ende minus Beginn, plus 24 Stunden bei einer Endzeit vor der Beginnzeit, minus Pause. Die Wochensumme ist die Summe dieser ganzen Zahlen und erscheint in Stunden und Minuten; die Dezimalstunden werden einmal aus derselben Summe abgeleitet.
Beide Anzeigen stammen also aus einer einzigen Minutenzahl und können sich nicht widersprechen. Das ist bei Weitem nicht selbstverständlich, wenn eine Woche aus sieben verschieden langen Tagen besteht.
Eine Zeile, die nicht zählt
Der Schalter entscheidet, nicht der Inhalt. Wer Zeiten einträgt und die Zeile ausgeschaltet lässt – etwa weil der Tag noch offen ist –, trägt nichts zur Summe bei. Bei einer Prüfung ist das der stille Fehler: Die Zeile sieht gefüllt aus, zählt aber nicht.
Ein Beispiel: Montag 480 Minuten, Dienstag 450, Mittwoch 180, Donnerstag 480, Freitag ausgeschaltet. Die Summe ist 1.590 Minuten, also 26 Std. 30 Min. und dezimal 26,5. Käme der Freitag mit 480 Minuten hinzu, wären es 2.070 Minuten, 34 Std. 30 Min. und dezimal 34,5.
Das optionale Wochenziel
Unter „Zielstunden“ lässt sich ein Wochenziel in Dezimalstunden eintragen, zum Beispiel 37,5 oder 40. Punkt und Komma werden beide angenommen, der Bereich reicht von 0 bis 168 – die Zahl der Stunden einer Woche.
Der Rechner bildet die Differenz als reine Subtraktion und formuliert sie als „über dem Ziel“, „unter dem Ziel“ oder „genau das Ziel“. Ob aus einer Zeit über dem Ziel Überstunden werden, entscheidet er nicht; das ist eine Frage des Vertrags, nicht der Arithmetik.
Ein Beispiel mit Ziel: Fünf Tage 09:00 bis 17:00 mit je 60 Minuten Pause ergeben 5 × 420 = 2.100 Minuten, also 35 Std. 00 Min. und dezimal 35. Bei einem Ziel von 37,5 fehlen 2 Std. 30 Min.
Die Obergrenze von 168 Stunden ist keine betriebliche Vorgabe, sondern die Arithmetik einer Woche: 7 Tage × 24 Stunden. Ein höherer Wert wird abgelehnt, weil er sich mit einer Woche nicht mehr begründen lässt. Ausgeschaltete Zeilen werden bei der Zielprüfung nicht mitgezählt – sie sind für den Rechner nicht vorhanden.
Einmal runden, nicht pro Tag
Ein typischer Rechenfehler in Wochensummen entsteht durch Runden vor dem Addieren. Fünf Tage mit je 7 Std. 40 Min. sind 2.300 Minuten, also 38 Std. 20 Min. und dezimal 38,33. Wer jeden Tag einzeln auf 7,67 rundet und dann addiert, erhält 38,35 – eine Abweichung von zwei Hundertstelstunden, die aus fünf Rundungen stammt und nicht aus der Arbeitszeit.
Der Rechner rundet deshalb nur die Endsumme auf zwei Nachkommastellen. Der Wert in Stunden und Minuten bleibt exakt.
Grenzen der Wochensumme
Der Rechner kennt keine Feiertage, keine Zuschlagsregeln und keine gesetzliche Wochenarbeitszeit. Er weiß auch nicht, ob eine Woche fünf oder sechs Arbeitstage hat – das entscheiden allein die eingeschalteten Zeilen. Ein geteilter Dienst lässt sich nicht auf zwei Zeilen desselben Tages verteilen; die Teile müssen vorher zu einer Schicht zusammengefasst werden.
Er speichert nichts: kein Verlauf, keine gespeicherte Woche, kein Konto. Die Zahlen bleiben in der laufenden Seite, und ein Neuladen setzt die Eingaben zurück.
Die Tagesrechnung selbst beschreibt Wie berechnet man die eigenen Arbeitsstunden an einem Tag?; um die Qualität der Einträge geht es in Wie füllt man einen Stundenzettel ohne Rechenfehler aus?. Wer die Grundlagen nachlesen will, findet sie im Ratgeber.
Häufige Fragen
Zählt eine Zeile mit, wenn sie ausgeschaltet ist, aber Zeiten enthält?
Nein. Nur eingeschaltete Zeilen werden geprüft und summiert; eine ausgeschaltete Zeile trägt nichts bei, egal was in ihr steht.
Welchen Bereich darf das Wochenziel haben?
Das Feld nimmt Dezimalstunden von 0 bis 168 entgegen, also höchstens die Stundenzahl einer vollen Woche. Punkt und Komma sind beide möglich.
Ist eine Zeit über dem Ziel automatisch Überzeit?
Nein. Der Rechner zeigt nur die Differenz in Stunden und Minuten; ob und wie sie vergütet wird, regelt der Vertrag.
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